Über diese Core-Support-Routine
Dein Core besteht nicht nur aus deinen Bauchmuskeln. Er ist der gesamte Muskelzylinder, der deine Körpermitte umschließt, und das Fundament, auf dem deine Körperhaltung aufbaut. Wenn dein Core schwach ist, kompensiert deine Wirbelsäule. Dein unterer Rücken wird überlastet, deine Schultern fallen nach vorn und deine gesamte Ausrichtung verschiebt sich.
Diese Routine trainiert die Core-Muskeln, die für deine Haltung am wichtigsten sind. Dead Bugs bringen deinen Bauchmuskeln bei, zu stabilisieren, während sich deine Arme und Beine bewegen. Planks bauen Ausdauer in der tiefen Stützmuskulatur auf. Der Bird-Dog fordert deinen Core heraus, der Rotation zu widerstehen. Bridges aktivieren die Glutes, die dein Becken stützen. Pelvic Tilts und Cat-Cow runden das Ganze mit Mobility-Arbeit ab, die deinen Core reaktionsfähig hält.
Fokus dieser Routine
- Tiefe Stützmuskulatur mit Planks und Dead Bugs
- Anti-Rotations-Kraft durch den Bird-Dog
- Unterstützung für Glutes und Beckenboden durch Bridges und Pelvic Tilts
- Koordination zwischen Wirbelsäule und Core mit Cat-Cow
Was dich erwartet

Dead Bug
Dauer: 0:45
Stabilisiere deine Rumpfmuskulatur mit kontrolliert gehaltenen Dead Bugs, die deine Koordination und Konzentration fordern.
Level: Anfänger
Anleitung
- Lege dich auf den Rücken, strecke die Beine aus und richte die Arme zur Decke.
- Spanne deinen Bauch an, hebe ein Knie über die Hüfte und strecke den gegenüberliegenden Arm zur Decke.
- Lasse den anderen Arm und das andere Bein knapp über dem Boden schweben und halte die Position bei ruhiger Atmung.
- Wechsle nach der Hälfte der Zeit die Seite und bleibe dabei genauso kontrolliert.
Tipps
- Drücke deinen unteren Rücken in die Matte, um deine Wirbelsäule zu schützen.
- Halte die Hüfte gerade und achte darauf, dass keine Seite zum Boden absinkt.
Anpassungen
- Führe die Bewegung etwas kleiner aus, falls nötig, und hebe Arme und Beine nur ein Stück weit an.

Unterarmstütz
Dauer: 0:30
Halte einen stabilen Unterarmstütz, um deine Rumpfmuskulatur zu stärken und Körperspannung von den Schultern bis zu den Zehen aufzubauen.
Level: Anfänger
Anleitung
- Starte im Vierfüßlerstand, lege dann die Unterarme auf dem Boden ab und trete mit beiden Füßen zurück.
- Spanne deine Körpermitte an, um eine gerade Linie vom Kopf bis zu den Fersen zu bilden.
- Verteile dein Gewicht gleichmäßig auf Unterarme und Füße und halte die Position bei ruhiger Atmung.
Tipps
- Platziere die Ellbogen direkt unter den Schultern, um stabil zu bleiben.
- Achte darauf, dass deine Hüfte nicht durchhängt oder zu weit nach oben wandert.
Anpassungen
- Lege die Knie ab, wenn du eine leichtere Variante möchtest, aber halte weiterhin eine gerade Linie von den Knien bis zum Kopf.

Bird Dog
Dauer: 1:00
Kombiniere das Ausstrecken von gegenüberliegendem Arm und Bein, um einen felsfesten Rumpf und eine elegante Balance aufzubauen.
Level: Anfänger
Anleitung
- Komme in den Vierfüßlerstand, die Schultern direkt über den Handgelenken und das Becken über den Knien.
- Spanne deinen Rumpf an und strecke einen Arm nach vorne aus, während du das gegenüberliegende Bein gerade nach hinten streckst.
- Halte diese lange Linie parallel zum Boden und atme gleichmäßig, bevor du in den Vierfüßlerstand zurückkehrst.
- Wechsle die Seiten mit der gleichen ruhigen Kontrolle.
Tipps
- Halte dein Becken gerade, indem du die stützende Hand und das Knie fest in den Boden drückst.
- Konzentriere dich mehr auf die Länge von den Fingerspitzen bis zur Ferse als auf die Höhe.
Anpassungen
- Übe zunächst nur das Anheben des Arms oder des Beins, bis sich die volle Variante stabil anfühlt.

Schulterbrücke
Dauer: 0:45
Hebe dich in eine stabile Brücke, um Po und Beinrückseiten aufzuwecken und deiner Wirbelsäule eine wohltuende Dehnung zu gönnen.
Level: Anfänger
Anleitung
- Lege dich auf den Rücken, stelle die Füße hüftbreit auf und lege die Arme entspannt neben den Körper.
- Drücke dich über beide Fersen ab, um die Hüfte zu heben, bis Knie und Schultern eine gerade Linie bilden.
- Halte die Position mit angespanntem Po, atme tief in die Rippen und senke das Becken dann kontrolliert wieder ab.
Tipps
- Spanne den Po am höchsten Punkt fest an, damit die Kraft aus der Rückseite und nicht aus dem unteren Rücken kommt.
- Halte die Rippen tief und den Rumpf angespannt, um ein starkes Hohlkreuz zu vermeiden.
Anpassungen
- Hebe die Hüfte nur zur Hälfte an, wenn du eine sanftere Variante bevorzugst.
- Lege deinen Kopf auf ein gefaltetes Handtuch, wenn dein Nacken etwas mehr Unterstützung braucht.

Beckenkippung
Dauer: 0:30
Nutze eine sanfte Beckenkippung, um deinen unteren Rücken zu entspannen und deine Rumpfmuskulatur zu aktivieren.
Level: Anfänger
Anleitung
- Lege dich auf den Rücken, stelle die Beine auf und platziere die Füße flach auf dem Boden.
- Spanne deinen Bauch an, um dein Becken nach oben zu kippen und den unteren Rücken in die Matte zu drücken.
- Lass die Arme entspannt neben dir liegen und halte die Position für einen Atemzug, bevor du wieder lockerlässt.
Tipps
- Ziehe deinen Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule, um die Bewegung einzuleiten.
- Lass deine Gesäßmuskeln entspannt, damit die Kraft wirklich aus der Bauchmuskulatur kommt.
Anpassungen
- Führe dieselbe Bewegung im Stehen mit dem Rücken an einer Wand aus, falls der Boden unbequem ist.

Katze-Kuh
Dauer: 0:30
Fließe durch Katze und Kuh, um deine Wirbelsäule zu mobilisieren und Steifheit mit jedem Atemzug aufzulösen.
Level: Anfänger
Anleitung
- Beginne im Vierfüßlerstand mit den Handgelenken unter den Schultern und den Knien unter den Hüften.
- Atme ein, lass den Bauch sinken, hebe die Brust und schaue nach vorn oder leicht nach oben.
- Atme aus, mache einen runden Rücken, ziehe den Bauchnabel Richtung Decke und nimm das Kinn zur Brust.
- Wechsle im Rhythmus deiner Atmung fließend zwischen beiden Positionen.
Tipps
- Bewege dich so langsam, dass jeder Wirbel einen Moment der Aufmerksamkeit bekommt.
Anpassungen
- Halte deinen Kopf eher neutral, wenn dein Nacken weniger Bewegung bevorzugt.
Für wen diese Routine geeignet ist
Für alle, deren Haltung zusammenfällt, wenn sie müde werden – besonders im unteren Rücken. Wenn du merkst, dass sich dein Bauch am Ende des Tages nach vorne wölbt oder dein unterer Rücken extrem ins Hohlkreuz fällt, sind wahrscheinlich schwache Core-Stabilisatoren die Ursache.
Tipps für die besten Ergebnisse
- Drücke bei den Dead Bugs deinen unteren Rücken während der gesamten Bewegung fest in den Boden. Wenn er sich abhebt, bist du mit deinen Armen und Beinen zu weit gegangen.
- Planks sollten mit einer leichten Beckenkippung nach hinten gehalten werden. Stell dir vor, du ziehst deine Gürtelschnalle in Richtung Kinn.
- Bewege dich beim Bird-Dog so langsam, dass deine Hüfte komplett gerade bleibt. Stell dir als Test eine Wasserflasche auf den unteren Rücken.
- Mach diese Routine an denselben Tagen wie dein Rücken-Krafttraining, um ein komplettes Support-System aufzubauen.
Support von innen
Eine gute Körperhaltung kommt von innen. Die Muskeln, die du im Spiegel sehen kannst, sind weniger wichtig als die Stabilisatoren, die du nicht siehst. Diese Routine trainiert genau diese verborgenen Muskeln, damit sie deine Wirbelsäule in Position halten und deine Haltung quasi auf Autopilot funktioniert.


